Die Wüste beginnt zu blühen

ProSERTÃO

Die Wüste beginnt zu blühen

Im Nordosten Brasiliens gibt es ein Trockengebiet, das Sertão genannt wird. Dort treffen wir viel materielle, soziale und geistliche Not und Bedürfnisse an. Zwar gibt es in den Ortschaften mit eigener politscher Verwaltung meist mehr als eine evangelische Kirche. Aber im „Hinterland“, landwirtschaftliche Zone oder rurale Zone genannt, leben 14 Mio Menschen, die weitgehend vom Evangelium noch nicht erreicht sind. Wir sprechen von einem Gebiet, das die Grösse hat von Deutschland, Frankreich und Italien zusammen.

Veränderung beginnt im Kopf
Ein grosser Teil der Probleme, der Armut und Schwierigkeiten beginnen im Kopf, bzw. könnte von dort her Gegensteuer gegeben werden. Es braucht ein Umdenken, Vorbilder, Bildung und Hilfe, damit die Bevölkerung eine Chance hat, der jungen Generation ein besseres Leben zu bieten. Die Regierung unternimmt einiges, kommt aber auch an ihre Grenzen. Die Gesellschaft und die NGO’s müssen auch ihren Teil dazu beitragen, dass „die Wüste zu blühen beginnt“.
Aber natürlich muss auch eine Veränderung im Herzen geschehen. Und das ist nur durch das Wort Gottes möglich. Ein besseres Leben nützt niemandem, wenn er keine Vorbereitungen für die Ewigkeit trifft. Immerhin ist die Ewigkeit noch etwas länger, als ein 100jähriges Leben….

Der Kairos
Es scheint, dass die Zeit gekommen ist, wo in grösserem Stil Veränderung möglich ist. An verschiedenen Orten kann man Aktivitäten und Interesse ausmachen. Viele Mega-Kirchen im Süden werden sensibel für die Nöte des Sertão und wollen helfen. Viele einzelne Personen möchten sich durch aufopfernden Dienst für die „Vergessenen“ einsetzen.

Mobilisierung und Vernetzung
Einige Mitarbeiter der SAM haben zusammen mit einigen brasilianischen Schlüsselpersonen aus verschiedenen Gemeindeverbänden und christlichen Organisationen einen Verein (Missionsgesellschaft) gegründet, der sich zum Ziel macht, die verschiedenen Ressourcen und Bedürfnisse zu verknüpfen. Die bereits vorhandenen Kirchen in den Kleinstädten sollen mobilisiert werden, um „ihr“ Hinterland zu „bearbeiten“. Zu diesem Zweck will ProSERTÃO verschiedene Ausbildungsangebote bereit stellen.

Eine Missionsgesellschaft wird gestartet
Noch nie war es so spannend in den letzten über 20 Jahren, wie in diesen Monaten. Wie oben erwähnt, ist vieles in Bewegung, im Aufbruch. Viele Einzelpersonen oder Einzelkirchen wollen etwas im Sertão machen. Jetzt ist es wichtig, dass wir die verschiedenen Initiativen etwas vernetzen können.
Wir sind mit der Bibelgesellschaft in Kontakt, um eine Bibel für den Sertão herauszugeben. Damit erhoffen wir, dass die Bevölkerung eine grössere Identifizierung mit und mehr Interesse am Wort Gottes entwickelt. Auch Radiosendungen waren schon ein Thema.
Im Moment versuchen wir einfach, die Mission ProSERTÃO auf allen Kanälen im ganzen Land bekannt zu machen, um dadurch geistlich und finanziell eine Trägerschaft aufzubauen. Auch schliessen wir Partnerschaften mit anderen Missionsgesellschaften, Bibelschulen, Gemeindeverbände und einzelnen Gemeinden, Buchverlage usw. Wir sind selbstverständlich im Internet zu finden unter www.prosertao-de.blogspot.ch und im Facebook „Missão PróSERTÃO“.